Neue Herausforderungen - Insolvenzen bei NÖ-Firmen im ersten Halbjahr gestiegen 20.06.2026

Der Kreditschutzverband 1870 meldet für das erste Halbjahr 2026 einen Anstieg der Firmenpleiten in Niederösterreich. Mit 569 Insolvenzen liegt die Zahl um 2,5 Prozent über dem Vorjahreswert von 555. Dabei verloren 2.280 Beschäftigte ihren Job. Besonders alarmierend ist der sprunghafte Anstieg der mangels Masse abgewiesenen Verfahren: 213 Fälle bedeuten ein Plus von 28,3 Prozent gegenüber 2025 (166 Fälle). Diese Unternehmen verfügen oft nicht einmal mehr über die 4.000 Euro, die für eine Insolvenzeröffnung nötig sind. KSV-Expertin Brigitte Dostal führt die Entwicklung auf kostenseitigen Druck zurück: „Erhebliche Kostensteigerungen bei Energie und Personal sowie die schwache Auftragslage und die mangelnde Nachfrage im Privatkonsumbereich setzen die Unternehmen enorm unter Druck.“ Zudem belasten globale Krisenherde wie der Nahost-Konflikt die Wirtschaft.














