Ecuador hat mit Unterstützung der USA eine neue Militäroperation gegen die grassierende Bandenkriminalität gestartet, die das Land in eine tiefe politische Krise gestürzt hat. Die gemeinsame Offensive, die in der Nacht zum Mittwoch begann, richtet sich gegen „terroristische Organisationen“, die laut den US-Streitkräften „Terror, Gewalt und Korruption über die Bürger der gesamten Hemisphäre gebracht“ haben. Präsident Daniel Noboa bezeichnete dies als „neue Phase gegen den Drogen-Terrorismus“ und kündigte unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre ab dem 15. März in der Provinz Guayaquil an, einem wichtigen Umschlagplatz für Kokain. Bisherige Versuche, die Gewalt durch Militäreinsätze und Ausnahmezustände zu bekämpfen, waren nur mäßig erfolgreich.