Update: Internet-Diagnosen 13.02.2026

Der Artikel thematisiert die zunehmende Online-Diskussion über Neurodiversitätsthemen wie ADHS, ASD und Aphantasie und die damit einhergehende Skepsis, dass Betroffene diese Diagnosen lediglich aus dem Internet bezogen hätten. Ähnlich wie bei der späten Anerkennung von Linkshändigkeit, die durch das Internet eine breitere Sichtbarkeit erfuhr, werden auch bei Neurodiversität die Erfahrungen vieler Menschen zunächst online geteilt, bevor sie wissenschaftlich erforscht und diagnostisch anerkannt werden. Der Prozess von der Entdeckung eines neurobiologischen Unterschieds bis zur etablierten Diagnose in medizinischen Katalogen wie ICD und DSM dauert Jahrzehnte. Für viele Betroffene, insbesondere für unterdiagnostizierte Gruppen wie Frauen und Mädchen, stellt die Online-Information oft die einzige zugängliche Möglichkeit dar, sich selbst zu verstehen und eine Arbeitsgrundlage für weitere Schritte zu schaffen, da klinische Diagnosen zeitaufwendig, teuer und schwer zugänglich sind.














