Der Fall der New School in New York: Licht in der Finsternis 15.06.2026

Die New School for Social Research in New York führt ein massives Sparprogramm durch, bei dem 19 hauptamtliche Lehrkräfte und 68 weitere Beschäftigte entlassen wurden. Besonders brisant ist die Kündigung von zehn Tenure-Professoren, deren Status normalerweise vor Entlassungen schützt. Präsident Joel Towers begründet die Maßnahmen mit einem strukturellen Defizit von rund 160 Millionen Dollar und sinkenden Studierendenzahlen. Während die Leitung eine strategische Neuausrichtung hin zu Design und darstellender Kunst plant, kritisieren Experten wie Sanjay Reddy und Judith Friedlander ineffizientes Management sowie riskante Immobiliengeschäfte als wahre Ursachen. Vor dem Hintergrund politischer Druckausübung durch die Trump-Regierung auf US-Hochschulen wird befürchtet, dass der Abbau der Geistes- und Sozialwissenschaften an dieser traditionsreichen Institution, die einst als Zufluchtsort für Exilgelehrte diente, ein gefährliches Signal für die akademische Freiheit sende.














