Nicht nur Konzentrationsprobleme: „Tablet-Kinder“ zeigen beunruhigendes Symptom 13.03.2026

Die Soziologin Caitlin Begg berichtet von einer besorgniserregenden Entwicklung, bei der Eltern mobile Endgeräte als „digitale Schnuller“ zur Beruhigung ihrer Kinder einsetzen. Eine Studie aus dem Jahr 2023, die 422 Eltern von Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren über sechs Monate befragte und in Jama Pediatrics veröffentlicht wurde, ergab, dass diese Kinder nach der Nutzung von Smartphones oder Tablets verstärkte und schnellere emotionale Reaktionen wie Wut, Traurigkeit oder Aufregung zeigten. Pädagogen wie Rudolf Kammerl von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen bewerten den Einsatz digitaler Medien zur Beruhigung als ungünstig, da er den wichtigen Lernprozess des Umgangs mit eigenen Gefühlen ersetzt. Kinderärztliche Leitlinien empfehlen für Kinder unter 18 Monaten gänzlich keine Bildschirmzeit, da negative Auswirkungen auf Selbstregulation, Sehvermögen und Schlafqualität möglich sind.














