Nicht Social-Media: Problematischer Trend im Alltag von Jugendlichen breitet sich aus 13.02.2026

Während die öffentliche Debatte sich auf ein mögliches Social-Media-Verbot für Jugendliche konzentriert, breitet sich ein neuer, problematischer Trend aus: die zunehmende Nutzung von KI-gestützten Chatbots, sogenannten AI Companions, wie Character.AI und Replika. Laut der JIM-Studie von 2025 nutzt die Hälfte der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland mehrmals pro Woche KI-Modelle, nicht nur für schulische Zwecke, sondern auch als Gesprächspartner. Diese Companions simulieren menschliche Interaktionen, passen sich den Nutzern an und sind rund um die Uhr verfügbar, was zu parasozialen Beziehungen führen kann. In den USA nutzten 2025 bereits 72 Prozent der 13- bis 17-Jährigen AI Companions, wobei 52 Prozent regelmäßig interagieren. Experten warnen vor Risiken wie Falschinformationen, unangemessenen Inhalten, emotionaler Manipulation und Datenspeicherung, insbesondere da Jugendschutzmechanismen oft fehlen und alarmierende Fälle von unangemessenen Dialogen und sogar Suiziden nach intensiven KI-Bindungen dokumentiert wurden. Eine pauschale Debatte über Verbote wird von Experten als wissenschaftlich nicht fundiert angesehen, stattdessen wird evidenzbasierte Regulierung und Medienbildung gefordert.














