Ein Bundesgericht in Washington hat vorläufig die Bauarbeiten für einen geplanten, riesigen Festsaal am Weißen Haus gestoppt, den Donald Trump auf dem Gelände des abgerissenen Ostflügels errichten lassen will. Richter Richard Leon entschied, dass das Projekt erst fortgesetzt werden darf, wenn der US-Kongress es genehmigt, und betonte, dass ein Präsident nicht Eigentümer des Weißen Hauses sei. Die Denkmalschutzorganisation National Trust for Historic Preservation hatte eine einstweilige Verfügung erwirkt, da sie argumentiert, dass weder der Präsident noch die Nationalparkverwaltung die Befugnis hätten, ohne Zustimmung des Parlaments ein historisches Gebäude abzureißen oder eine solch große neue Anlage zu errichten. Die geschätzten Kosten für den Neubau, der durch Spenden und Trumps eigene Mittel finanziert wird, belaufen sich auf 400 Millionen Dollar, wobei Denkmalschützer Bedenken hinsichtlich der Proportionen zum historischen Weißen Haus äußern.