Nicole Dill fordert Opferschutz nach EGMR-Urteil 16.06.2026

Nicole Dill kämpft seit 2007 für einen verbesserten Opferschutz in der Schweiz, nachdem sie Opfer eines brutalen Mordversuchs durch ihren Partner wurde. Trotz vorliegender Informationen über die Gefährlichkeit des Täters versäumten es Behörden und Justiz, sie ausreichend zu schützen, wobei Datenschutz und Amtsgeheimnis priorisiert wurden. Am 3. April 2025 urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), dass die Schweiz das Recht auf Leben verletzt habe. Infolgedessen wurden Maßnahmen wie die Einführung der Opferhilfe-Notrufnummer 142 am 1. Mai 2026 und kantonale Gesetzesänderungen zur Umsetzung der Istanbul-Konvention eingeleitet. Trotz dieser Fortschritte kritisiert die 57-Jährige das anhaltende Versagen des Systems bei Wiederholungstätern. Um Prozesskosten und Schadenersatz einzufordern, muss Dill nun erneut vor das Luzerner Kantonsgericht ziehen.














