"Niemand ist sicher": Wie ertragen Menschen Krieg? 26.02.2026

Die klinische Psychologin und Traumatherapeutin Hjördis Lorenz arbeitet seit fünf Monaten für "Ärzte ohne Grenzen" in Winnyzja, Ukraine, und behandelt Menschen, die unter den psychischen Folgen des seit vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs leiden. Sie erklärt, dass nicht nur Frontnahe, sondern auch Menschen in Städten wie Winnyzja durch Drohnen- und Raketenangriffe ständiger Gefahr ausgesetzt sind, was zu Traumafolgestörungen wie posttraumatischen Belastungsstörungen, Ängsten und Depressionen führt. Lorenz betont, dass psychische Erkrankungen in der Ukraine oft als persönliche Schwäche angesehen werden, was viele, insbesondere Männer, davon abhält, Hilfe zu suchen. Sie und ihr Team bieten evidenzbasierte Behandlungen an, klären aber auch in Gemeinden und Schulen auf, um Vorurteile abzubauen und Techniken zur Stabilisierung und Rückholung ins Hier und Jetzt zu vermitteln, da die psychischen Wunden auch nach Kriegsende noch Jahre bestehen bleiben.














