Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Lars Castellucci, warnt vor einer bevorstehenden Wiedereinführung der Todesstrafe in Israel, die bereits nächste Woche beschlossen werden könnte. Ein Gesetzentwurf, der am Dienstagabend von einem Parlamentsausschuss an die Knesset weitergeleitet wurde, würde die Anwendung der Todesstrafe erheblich ausweiten und sich laut Castellucci "praktisch auf palästinensische Straftäter beschränken". Die Pläne sehen die Todesstrafe für Personen vor, die Israelis aus rassistischen Motiven töten und dem Staat Israel schaden wollen. Diese Debatte hat sich nach dem terroristischen Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 verschärft, obwohl die Todesstrafe für Mord bereits 1954 abgeschafft wurde und die letzte Hinrichtung 1962 stattfand. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und die EU kritisieren die Entwürfe als diskriminierend gegenüber Palästinensern, da Militärgerichte im Westjordanland, die ausschließlich für Palästinenser zuständig sind, Todesurteile mit einfacher Mehrheit aussprechen könnten.