Ein offener Brief, unterzeichnet von 100 Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft, kritisiert die Herabstufung der UNO-Nachhaltigkeitsziele durch den Schweizer Bundesrat von einer Agenda für umfassende Veränderungen zu einem blossen «pragmatischen Referenzrahmen». Die Unterzeichnenden, darunter Carole Küng vom SDSN und Antonio Hautle vom UN Global Compact, betonen, dass die Ziele eine Transformationsagenda darstellen, die konkretes Handeln erfordert. Sie weisen darauf hin, dass viele Schweizer Unternehmen sich bereits stark an diesen Zielen orientieren und auf politische Verbindlichkeit angewiesen sind. Klimaforscher Reto Knutti von der ETH Zürich warnt, dass ein Nachlassen bei der Verfolgung der Ziele den Wohlstand gefährde und hebt das grosse Potenzial der Schweiz bei Dienstleistungen, Handel und dem Finanzplatz hervor. Sie fordern den Bundesrat auf, die Ziele nachdrücklich zu verfolgen und in Nachhaltigkeit zu investieren, da dies langfristig lohne.