Tim Meyerjürgens, Leiter von Tennet Germany, betont, dass eine europäische Vernetzung der Offshore-Windparks in der Nordsee die Stromerzeugung optimieren und Kosten senken kann. Anstatt zu viele Windräder dicht beieinander zu bauen, was durch den "Wake-Effekt" die Effizienz mindert, schlägt er eine geringere Anzahl von Anlagen vor, die strategisch platziert sind. Dies könnte zu Einsparungen von 40 bis 50 Milliarden Euro führen, ohne die Strommenge zu reduzieren. Durch die grenzüberschreitende Vernetzung, insbesondere mit Großbritannien, könnten Sturmfronten besser genutzt und die Auslastung der Turbinen von etwa 4.500 auf 8.000 Volllaststunden pro Jahr verdoppelt werden. Meyerjürgens kritisiert die bisher national geprägte Planung und fordert eine Harmonisierung der Marktmodelle und Regularien, um die Energiewende schneller und kostengünstiger zu gestalten.