Opposition in der Türkei:Chaotischer Prozessauftakt gegen Ekrem İmamoğlu 09.03.2026

Der Prozess gegen den ehemaligen Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu, einen prominenten Gegner von Präsident Erdoğan, hat in Istanbul mit einem chaotischen Auftakt begonnen. Ihm drohen über 2000 Jahre Haft wegen Vorwürfen wie der Gründung einer kriminellen Vereinigung, Bestechung und Geldwäsche. Insgesamt sind 407 Personen angeklagt, darunter auch Weggefährten İmamoğlus. Der Prozessauftakt am Montag wurde durch Wortgefechte zwischen İmamoğlu und dem Richter unterbrochen, was zur Räumung des Gerichtssaals führte. Der Hauptangeklagte kam am ersten Verhandlungstag nicht zu Wort, und die Verhandlungen sollen wöchentlich fortgesetzt werden. Dieses Vorgehen gegen İmamoğlu, der bereits als Bürgermeister abgesetzt und dessen Universitätsdiplom annulliert wurde, wird als politisch motiviert angesehen und hat landesweite Proteste ausgelöst.














