Die Druschba-Pipeline, die Ungarn mit russischem Öl versorgt, ist seit dem 27. Januar 2026 durch einen Drohnenschlag in der Ukraine beschädigt und außer Betrieb. Ungarns Premierminister Viktor Orbán inszeniert dies als Skandal und behauptet, die ungarische Wirtschaft könne ohne diese Lieferungen nicht überleben. Tatsächlich geht es jedoch um lukrative Geschäftsinteressen, da der teilstaatliche Energiekonzern MOL und die ungarische Regierung durch den verbilligten Bezug von russischem Öl erhebliche Gewinne erzielen, die auf rund 1,7 Milliarden Euro zwischen Anfang 2022 und Mai 2024 geschätzt werden. Orbán nutzt die Situation, um die Auszahlung eines 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU an die Ukraine zu blockieren und übt damit Druck auf Kiew aus, die Reparatur der Pipeline zu veranlassen. Dies geschieht vor dem Hintergrund der bevorstehenden Parlamentswahlen am 12. April, bei denen Orbán eine Niederlage befürchtet.