Gastkommentar von Gabor SteingartMit seinem Veto degradiert Orbán die EU-Chefs zu Statisten 20.03.2026

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán blockiert weiterhin Milliardenhilfen für die Ukraine, was zu internationaler Kritik führt und ihn in westlichen Medien als "Systemsprenger" oder "Putins Mann" bezeichnet. Diese Haltung ist jedoch komplex und wird durch innenpolitische Faktoren beeinflusst, insbesondere die bevorstehenden Parlamentswahlen am 12. April 2026, bei denen Orbán in den Umfragen hinter seinem Herausforderer Péter Magyar liegt. Beide politischen Lager in Ungarn lehnen Waffenlieferungen an die Ukraine ab. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Beschädigung der Druschba-Pipeline, die russisches Öl nach Ungarn transportiert und deren Wiederinbetriebnahme von Orbán an Zugeständnisse Kiews geknüpft wird. Die Drohung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj, die Adresse Orbáns an die ukrainischen Soldaten weiterzugeben, wurde von beiden ungarischen Politikern zurückgewiesen.














