Osterhase als Staatsfeind: In Neuseeland wurden an Ostern zehntausende Kaninchen gejagt 29.03.2026

In Neuseeland endete eine ungewöhnliche Ostertradition, bei der zehntausende Kaninchen gejagt wurden. Seit 150 Jahren gelten Kaninchen dort als ökologischer Staatsfeind, nachdem sie im 19. Jahrhundert von europäischen Siedlern eingeführt wurden und die Landwirtschaft massiv schädigten, was zu jährlichen Verlusten von rund 25 Millionen Euro führt. Die „Great Easter Bunny Hunt“ in der Region Central Otago, organisiert vom Alexandra Lions Club, entwickelte sich zu einem Festival der Schädlingsbekämpfung, bei dem Jäger nachts auf privaten Farmen nach Kaninchen suchten und dabei auch Spenden für gemeinnützige Projekte sammelten. Die Veranstaltung war jedoch moralisch umstritten, insbesondere wegen der Beteiligung von Kindern und der Darstellung von Gewalt gegen Tiere. Nach mehreren Ausfällen in den letzten Jahren wurde die Jagd durch neue Gesetze beendet, die Landbesitzer aufgrund von Haftungsrisiken bei Unfällen oder Schäden von Nachtjagden auf ihrem Land abhielten.














