Nach der Entführung von Nicolás Maduro und der Tötung von Ali Chamenei durch die USA sieht sich Russland unter Rechtfertigungsdruck, da viele Russen fragen, warum Moskau nicht dasselbe mit Wolodymyr Selenskyj tun kann. Osteuropa-Experte Alexander Friedman erklärt, dass der Kreml versucht, seine Unfähigkeit, hochrangige ukrainische Ziele auszuschalten, mit moralischen Narrativen zu übertünchen, die jedoch kaum überzeugen. Friedman betont, dass es nicht um das Wollen oder Dürfen geht, sondern um das Können, da frühere Attentatspläne auf Selenskyj gescheitert sind. Die Tötung Chameneis durch die USA zeige Russland seine Grenzen auf und lenke von Russlands eigener Blamage ab, während die russische Propaganda versucht, die westliche Aggression zu legitimieren und die eigene moralische Überlegenheit zu betonen.