Papst auf Lampedusa "Habt den Mut, anders zu denken" 04.07.2026

Papst Leo XIV. hat die italienische Insel Lampedusa besucht, die als Tor Europas für Migranten dient. Während seines Besuchs legte er Blumen am Inselfriedhof für ertrunkene Migranten nieder, traf Kinder, die über das Meer gekommen waren, und segnete eine Gedenktafel für seinen Vorgänger Papst Franziskus. In seiner Predigt sprach Leo XIV. die Gefahren der zentralen Mittelmeerroute an und nannte Desinteresse, Korruption, globale Ungleichheit, Angst und Vorurteile als Ursachen für das Leid von Migranten. Er rief Europa dazu auf, die Migrationskrise ganzheitlich anzugehen, indem Nothilfe mit langfristigen Plänen zur Aufnahme, zum Schutz, zur Förderung und zur Integration von Migranten verbunden wird, um auch die Entwicklung in den Herkunftsländern zu unterstützen. Der Papst appellierte eindringlich an die Bewohner Lampedusas und Touristen, die Migration nicht als Bedrohung zu sehen und den Mut zu haben, "anders zu denken", um eine "unsichtbare Mauer" zwischen den Schiffbrüchigen und Urlaubern zu überwinden.













