Das Schweizer Parlament hat, nach dem Bundesrat und dem Ständerat, nun auch der Nationalrat dafür gestimmt, den Bau neuer Atomkraftwerke (AKW) wieder zu erlauben. Michael Frank, Direktor des Verbands der Schweizerischen Elektrizitätsunternehmen (VSE), begrüsst diesen Entscheid als wichtige Option zur Sicherung der zukünftigen Energieversorgung. Ein Neubau eines AKW würde voraussichtlich bis zu 13 Milliarden Franken kosten, eine Summe, die für Schweizer Pensionskassen und Kapitalgeber allein wahrscheinlich zu hoch wäre, weshalb Grossbanken und ausländische Investoren involviert werden müssten. Frank plädiert für staatliche Garantien oder Bürgschaften, um die Kapitalkosten zu senken, da weltweit keine Stromproduktionstechnologie ohne staatliche Unterstützung auskomme. Die Option AKW-Neubau sei auch als Plan B für den Fall, dass bestehende Anlagen nicht länger betrieben werden können oder die Energiewende hinter den Zielen zurückbleibt, notwendig, um eine kostspielige Stromlücke zu vermeiden.