Parlamentswahl in Algerien Leere Wahllokale - obwohl alle extra frei hatten 03.07.2026

Die Parlamentswahlen in Algerien am Donnerstag verzeichneten eine historische Tiefstbeteiligung von nur 20,79 Prozent, wobei rund fünf Millionen der 24 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben. Karim Khelfane, Leiter der Nationalen Wahlkommission, verkündete die vorläufigen Ergebnisse, die eine deutliche Unterschreitung des bisherigen Negativrekords von 23 Prozent aus dem Jahr 2021 darstellen. Experten wie Robin Frisch und Kader Abderrahim bezeichnen dies als Enttäuschung und Misstrauensvotum gegenüber dem Regime, trotz der Bemühungen von Präsident Abdelmajid Tebboune, die Bürger durch ein neues Wahlgesetz zur Stimmabgabe zu motivieren. Die Wahlen werden als Niederlage für das Parlament und die Opposition gewertet, da selbst diese ihre Basis nicht mobilisieren konnten. Die Sitzverteilung wird voraussichtlich weiterhin von der Befreiungsfront (FLN) und ihren Koalitionspartnern dominiert werden, obwohl Stimmengewinne für linke und gemäßigt-islamistische Oppositionsparteien prognostiziert wurden. Ein positiver Aspekt ist der gestiegene Frauenanteil unter den Kandidaten (20 Prozent), obwohl ihre tatsächliche Vertretung im Parlament ungewiss bleibt.













