Parlamentswahl Wird Janša Slowenien Richtung Orban führen? 22.03.2026

Die Parlamentswahl in Slowenien steht bevor, bei der der rechtskonservative Oppositionsführer Janez Janša mit seiner SDS-Partei in den Umfragen knapp vor der Regierungspartei Freiheitsbewegung von Premierminister Robert Golob liegt. Janša setzt im Wahlkampf auf Heimatgefühle und Volksmusik, was bei älteren Wählern Anklang findet, die sich eine Rückkehr zu seiner Führung wünschen und die aktuelle Regierung für Probleme wie Migration und die Präsenz von Ausländern im Land verantwortlich machen. Kritiker wie Sonja Schirmbeck von der Friedrich-Ebert-Stiftung werfen Janša eine polarisierende Politik, Druck auf Medien und Zivilgesellschaft sowie eine Nähe zu Viktor Orbán vor und befürchten eine Fortsetzung seines rechten Kurses. Demgegenüber verteidigt der Historiker Aleš Maver die konservative Perspektive und kritisiert die aktuelle Regierung als "linken Block" und postkommunistisch. Die Wahl gilt als richtungsweisend für Slowenien, mit einem knappen Ausgang und potenziell schwierigen Koalitionsbildungen.













