DemenzforschungDiese Hilfe könnte mehr nützen als Alzheimer-MedikamenteVon Astrid Clasen 05.02.2026

Eine Studie der University of California, San Francisco (UCSF) hat ergeben, dass eine durch Patientenlotsen unterstützte Versorgung für Menschen mit Demenz potenziell nützlicher sein könnte als die Behandlung mit dem Alzheimer-Medikament Lecanemab. Die Forscher simulierten eine Kohorte von 1.000 Personen mit Alzheimer und verglichen die Auswirkungen einer kooperativen Versorgung mit Lotsen, die Fachkräfte koordinieren und Angehörigen den Zugang zu Hilfsangeboten erleichtern, mit der Einnahme von Lecanemab. Die lotsenunterstützte Versorgung verlängerte die gesunde Lebenszeit messbar und ermöglichte es den Betroffenen, durchschnittlich vier Monate länger in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Obwohl Lecanemab die Situation weiter verbesserte, war der Nutzen der Lotsenbehandlung im Vergleich zur medikamentösen Therapie größer. Patientenlotsen sind zudem auch bei fortgeschritteneren und anderen Demenzformen einsetzbar, im Gegensatz zu Lecanemab, das nur für eine begrenzte Patientengruppe zugelassen ist.














