Peschorn zu Signa & Co.: „Verstehen, was passiert ist“ 21.06.2026

Wolfgang Peschorn, Präsident der Finanzprokuratur, hat in der ORF-„Pressestunde“ eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Strafbehörden, Insolvenzverwaltern und Abgabebehörden gefordert, um die komplexen Strukturen der Signa-Gruppe vollständig zu durchleuchten. Es gehe nicht nur um Verurteilungen, sondern darum zu verstehen, was passiert sei, um daraus die richtigen politischen Schlüsse zu ziehen. Die einzelnen Behörden müssten sich besser austauschen, was derzeit nicht in ausreichendem Ausmaß geschehe. Bei der Bilanzlegung sei bei Signa planmäßig an den Regeln vorbei gearbeitet worden. Peschorn schlug ein Ampel-System vor: Bei Nichtvorlage der Bilanz soll eine Gelbe Karte als Warnung für Investoren im Firmenbuch erscheinen; bei mehrmaligem Verstoß eine Rote Karte, die den Ausschluss des Unternehmens vom rechtlichen Verkehr zur Folge habe. Zudem müsse geprüft werden, ob Vermögenswerte durch Scheingeschäfte in Privatstiftungen verschoben wurden, um sie dem Zugriff der Gläubiger zu entziehen.














