Wegen Warken-PlänenPfizer-Chef sagt Merz ab und stellt Investitionen in Frage 10.06.2026

Pfizer-Vorstandschef Albert Bourla hat seine Teilnahme am geplanten „Invest in Germany Summit“ im Herbst abgesagt und richtete sich in einem Brief an Kanzler Merz. Grund hierfür sind die Sparpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), die durch das „Beitragssatzstabilisierungsgesetz“ die Krankenkassen bis 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlasten will. Bourla kritisiert die mangelnde Planungssicherheit und kündigt eine Überprüfung geplanter Investitionen in Deutschland an, wo Pfizer über 3000 Mitarbeiter beschäftigt. Ähnlich reagieren Eli Lilly, das eine Investition in Alzey von 2,5 Milliarden Dollar halbieren will, sowie Boehringer Ingelheim, das Investitionen in Höhe von 900 Millionen Euro stoppen möchte. Während die Pharmabranche die Bedingungen ablehnt, bezeichnet Carola Reimann vom AOK-Bundesverband die Androhung von Investitionskürzungen angesichts hoher Konzerngewinne als inakzeptabel und grenzt dies an Nötigung.















