Podcast: „Auf den Punkt“:Wahl in Ungarn: Merz’ Kritik nützt Orbán 21.03.2026

Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hat Ungarns Regierungschef Viktor Orbán wegen dessen Blockade eines 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine scharf kritisiert und als „Akt grober Illoyalität“ bezeichnet. Orbán verweigert die Zustimmung, solange Ungarn keine russischen Öllieferungen über die Druschba-Pipeline erhält. Merz droht mit Konsequenzen, doch die SZ-Korrespondentin Verena Mayer befürchtet, dass diese Kritik Orbán im Vorfeld der ungarischen Parlamentswahlen am 12. April nützt. Angesichts schlechter Umfragewerte für seine Fidesz-Partei, die hinter Herausforderer Péter Magyar liegt, schürt Orbán Ängste vor einem Krieg mit Russland und nutzt Feindbilder wie Präsident Selenskyj und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen. Mayer weist jedoch darauf hin, dass das ungarische Wahlsystem stark zugunsten der Regierungspartei manipuliert ist, was selbst einem Oppositionsieg die Machtübernahme erschweren könnte.














