"Partei der Arbeit"? Politikwissenschaftler hält SPD-Strategie für riskant 11.02.2026

Der Politikwissenschaftler Volker Best bewertet die Erarbeitung eines neuen Grundsatzprogramms durch die SPD bis 2027 als riskant, obwohl die Welt sich seit dem letzten Programm von 2007 stark verändert hat. Er hebt hervor, dass die SPD sich in der Opposition traditionell leichter mit solchen Programmen tut, während die aktuelle Regierungsbeteiligung und die Ministerämter der Parteivorsitzenden den Prozess erschweren und eine starke Kontrolle durch die Führung wahrscheinlich machen. Best warnt, dass Regierungshandeln die im Programm formulierten Ideen konterkarieren und zu neuer Enttäuschung bei den Bürgern führen könnte. Grundsatzprogramme wirken laut Best primär intern zur Selbstvergewisserung, können aber auch zu einer reinen Beschäftigungstherapie verkommen, da die breite Bevölkerung solche Papiere kaum liest. Er bezweifelt, ob die SPD mit abstrakten Themen wie europäischer Souveränität noch Wähler erreicht und sieht die Gefahr, dass die Partei durch den Fokus auf Bürgergeldempfänger die Arbeiter vernachlässigt, was sich in Umfragewerten widerspiegelt.














