Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk bezeichnete die Erschießung des russischen Künstlers Semjon Skrepezki in Polen als "politischen Mord" und potenziellen "Staatsterrorismus", falls Russland dahinterstecken sollte. Der 44-jährige Skrepezki, bekannt für seine kritischen Karikaturen von Putin, Lukaschenko und Stalin, wurde am Montag auf offener Straße in Biała Podlaska erschossen. Obwohl der Polizei und dem Inlandsgeheimdienst zufolge Schutz angeboten wurde, lehnte Skrepezki diesen ab. Zwei verdächtigte Männer aus Belarus wurden mangels Beweisen wieder freigelassen. Skrepezki lebte seit 2021 in Polen und setzte sich zuletzt mit einer Stalin-Karikatur vor der russischen Botschaft in Berlin in Szene. Die Tat reiht sich in eine Serie von Anschlägen auf russische Oppositionelle im Exil ein.