Prüfungsberichte: Rechnungshof kritisiert Wirtschaftskammern 07.07.2026

Der österreichische Rechnungshof hat in Prüfberichten für den Zeitraum 2020 bis 2024 massive Mängel bei der Wirtschaftskammerorganisation (WKO) festgestellt. Kritisiert wurden insbesondere die intransparente Verwaltung von Rücklagen, die sich auf etwa 2,6 Milliarden Euro belaufen, sowie die hohen Bezüge von Spitzenfunktionären. Der Rechnungshof bemängelt zudem fehlendes Personalcontrolling, was zu einem Anstieg des Personalaufwands auf 511 Millionen Euro führte. Es wurden Gehaltserhöhungen bei Funktionären zwischen 21 und 65 Prozent sowie überdurchschnittliche Managementgehälter im Vergleich zu Bundesministerien kritisiert. Die WKO reagierte auf die vernichtenden Ergebnisse mit dem Hinweis, dass die Kritikpunkte in laufende Reformprozesse einfließen sollen. Geplant ist unter anderem der Abbau von 200 Stellen sowie eine Vereinheitlichung der Rechnungsabschlüsse und der Rücklagengebarung bis 2027, um die komplexe Organisationsstruktur übersichtlicher und transparenter zu gestalten.
















