„Pride Maus“: Conchita und die geoutete „Fledermaus“ 10.06.2026

Die Wiener Volksoper präsentierte eine „Pride Edition“ der „Fledermaus“, die mit Tom Neuwirth als Frosch und einem Auftritt von Conchita Wurst als Prinz Orlofsky für Aufsehen sorgte. Diese Inszenierung interpretierte den Operettenklassiker als eine Auseinandersetzung mit versteckten homosexuellen Beziehungen im 19. Jahrhundert, die gesellschaftlichen Konventionen unterworfen waren. Die Regie legte den Fokus auf Fragen der Maskerade, Rollenidentität und des Outings, indem sie das harmlose Amüsement und die Verwechslungsspiele des Originals um eine potenzielle Liebesbeziehung zwischen den Freunden Gabriel von Eisenstein und Dr. Falk erweiterte. Die adaptierten Texte und die Neuinterpretation von Charakteren, wie die Umwandlung der Gräfin in einen Grafen, spiegeln die Ursprünge der Pride-Bewegung wider und thematisieren die Freiheit, die eigene Identität auszudrücken. Tom Neuwirths Darbietung von Marianne Rosenbergs „Er gehört zu mir“ und ein Solo von „I Am What I Am“ unterstrichen die Botschaft von Liebe und Zugehörigkeit jenseits gesellschaftlicher Normen und führten zu Standing Ovations.















