Projekt für junge Arbeitslose Ein Ausweg aus dem Teufelskreis? 04.07.2026

Das Pilotprojekt "Arbeit. Pflichten. Perspektiven" in Pirmasens zielt darauf ab, junge Arbeitslose unter 25 Jahren, die seit Langem weder arbeiten noch eine Ausbildung absolvieren und eine verfestigte Verweigerungshaltung zeigen, zur gemeinnützigen Arbeit zu verpflichten. Die Stadt Pirmasens, die eine Arbeitslosenquote von 12,1 Prozent aufweist und als eine der ärmsten Deutschlands gilt, zählt derzeit 60 solcher Personen. Ab dem 1. September werden diese jungen Menschen für mindestens sechs Monate, 20 Stunden pro Woche, öffentliche Grünanlagen pflegen oder im Sozialkaufhaus arbeiten, unterstützt durch einen Sozialarbeiter und mit einer zusätzlichen Vergütung von zwei Euro pro Stunde zur Grundsicherung. Kritiker bezeichnen solche Projekte als "Zwangsarbeit", während Befürworter, wie ein Experte des Instituts für Sozialpädagogische Forschung, eine differenzierte Sichtweise fordern und die Chance sehen, den Teufelskreis aus Abwertung und Perspektivlosigkeit zu durchbrechen, auch wenn dies kein Allheilmittel darstellt.














