Prozess: Arzt wegen Todes von Patienten vor Gericht 24.06.2026

Am Mittwoch stand der Fall eines Arztes vor dem Landesgericht Klagenfurt erneut zur Verhandlung, dem fahrlässige Tötung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit vorgeworfen wird. Der 68-jährige Mediziner soll Patienten mit Infusionen aus der Pflanze Katzenkralle behandelt haben, die er selbst zusammenstellte. Ein 14-jähriges krebskrankes Mädchen und ein erwachsener Mann starben. Ein Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie sagte als medizinischer Sachverständiger aus, dass die intravenöse Verabreichung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einer Überempfindlichkeitsreaktion führte, die den Herz- und Hirninfarkt des Patienten auslöste. Die Symptome – Rötung der Haut und Druck auf der Brust – traten unmittelbar nach der Infusion auf, selbst wenn der Patient sie bereits zum 17. Mal erhalten hatte. Zudem bestand durch Schwebstoffe in den selbst gemischten Essenzen ein erhöhtes Risiko für Embolien und Thrombenbildung. Eine Untersuchung ergab, dass die Lösungen nicht glasklar waren und in Plastikflaschen mit Kochsalzlösung aufbewahrt wurden.














