Der israelische Präsident Izchak Herzog strebt eine außergerichtliche Einigung im Korruptionsverfahren gegen Regierungschef Benjamin Netanjahu an, anstatt ein Gnadengesuch zu prüfen. Ein Sprecher bestätigte Herzogs Haltung, dass eine Einigung zwischen den Parteien die beste Lösung sei und alle diesbezüglichen Bemühungen zuerst ausgeschöpft werden sollten. Netanjahu, der seit sechs Jahren wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt ist, hatte eine solche Einigung bisher stets abgelehnt und stattdessen seine Unschuld beteuert. Das Gnadengesuch war im November eingereicht worden, nachdem es heftige Auseinandersetzungen in Israel bezüglich des Prozesses gab. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mehrfach auf eine Begnadigung gedrängt.