Am 2. März 2024 begab sich der damals 15-jährige Angeklagte mit einem Steakmesser zu einer Synagoge im Zentrum Zürichs, um möglichst viele Jüdinnen und Juden zu töten. Da die Synagoge verschlossen war, folgte er einem Mann, den er als orthodoxen Juden erkannte, und stach 17 Mal auf ihn ein, gezielt auf Hals und Kopf. Das 50-jährige Opfer überlebte schwer verletzt, nachdem Passanten den Angreifer überwältigten. Der Jugendliche, der tunesische Wurzeln hat, radikalisierte sich über IS-Propaganda im Internet und sah sich als "Soldat des Kalifats". Ein Gutachten diagnostizierte bei ihm eine Depression mit suizidalen Gedanken und eine Autismus-Spektrum-Störung. Die Jugendanwaltschaft beantragt wegen versuchten Mordes sowie Unterstützung einer kriminellen Organisation (IS) einen Schuldspruch und die Höchststrafe von einem Jahr Freiheitsentzug für Minderjährige. Entscheidender ist jedoch die Forderung nach einer geschlossenen Unterbringung mit Therapie, die bis zum 25. Lebensjahr dauern kann.