Péter Magyar im Interview: Wo Orban Recht hatte 03.06.2026

Der neue ungarische Ministerpräsident Péter Magyar hat in einem Interview mit der deutschen Presse über seine Politik gesprochen und dabei auch Ähnlichkeiten mit dem früheren Machthaber Viktor Orbán eingeräumt. Magyar kündigte eine strenge Migrationspolitik an und bekräftigte, dass Ungarn keine illegalen Migranten aufnehmen und keine Strafen dafür zahlen werde, aber zum Schutz der EU-Außengrenzen beitragen wolle. Er kritisierte eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, die Ungarn zu einer Million Euro täglicher Strafe verurteilt, als ungerecht und unverhältnismäßig. Bezüglich der EU-Politik sprach sich Magyar für Verhandlungen und Kompromisse anstelle von Konfrontation aus und betonte die Notwendigkeit starker Mitgliedstaaten. Er distanzierte sich von ideologischen Schubladen und warnte vor Fehlern im Umgang mit rechten Parteien, indem er auf mangelnde Ehrlichkeit und das Ignorieren von Ängsten der Bevölkerung hinwies. Magyar betonte die Bedeutung von Energiesicherheit und niedrigen Energiepreisen für Ungarn und äußerte die Hoffnung auf eine teilweise Rückkehr zu russischen Energiequellen nach Kriegsende. Er strebt pragmatische Beziehungen zu Russland an, sobald der Krieg in der Ukraine beendet ist, und bekräftigte die Unterstützung für die territoriale Integrität der Ukraine, während er gleichzeitig die Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine verteidigte. Er schlug vor, dass die Europäische Volkspartei sich eher mit der ECR als mit anderen Gruppierungen verbinden sollte und sprach sich für Verhandlungen und gegenseitiges Verständnis aus.

















