Publikum, Jurys und die ewige Debatte 07.05.2026

Seit der ersten Austragung 1957 gelten beim Eurovision Song Contest zwei Grundregeln: keine Punktevergabe für das eigene Land und Sieg durch die höchste Punktzahl insgesamt. Ursprünglich ausschließlich von Jurys bewertet, wurde 1997 erstmals das Televoting in fünf Ländern getestet. Seit 1998 ersetzte das Publikumsvoting weitgehend die Jurys, doch Unmut über bestimmte Abstimmungsmuster wie die „Zwölfpunktepakte“ führte 2009 zur Wiedereinführung von Jurys, deren und Publikumsstimmen seitdem kombiniert werden. Zusätzliche Debatten entstanden, als 2013 die separaten Ergebnisse veröffentlicht wurden, da die Stimmen von Jury und Publikum oft stark abwichen, wie 2023 und 2024 deutlich wurde. 2025 wurden die Regeln erneut angepasst, um die Transparenz zu erhöhen und mögliche Beeinflussungen durch exzessive Werbekampagnen, wie sie Israel mutmaßlich durchführte, einzudämmen, was wiederum zu Protesten und dem Fernbleiben einiger Länder führte.



















