Putin-Beleidigung? Moskau setzt Prozess gegen Tilly fort 26.02.2026

In Moskau wird der deutsche Bildhauer Jacques Tilly in Abwesenheit wegen Beleidigung von Kremlchef Wladimir Putin und Verunglimpfung russischer Staatsorgane der Prozess gemacht. Im Mittelpunkt der Verhandlung am 12. März steht ein Karnevalswagen von 2024, der Putin und Patriarch Kirill beim homosexuellen Oralverkehr darstellt. Drei Zeuginnen, die sich als gläubige Christinnen bezeichnen, fühlten sich durch diese Darstellung in ihren religiösen Gefühlen verletzt und sahen darin auch Propaganda von Homosexualität, was in Russland verboten ist. Tillys Pflichtverteidigerin konnte nicht erklären, warum er nicht über das Verfahren informiert wurde. Der Prozess wird am 16. März mit der Beweisaufnahme und den Plädoyers fortgesetzt, wobei Tilly bei einer Verurteilung eine Geldstrafe oder bis zu zehn Jahre Haft drohen.














