Putin demütigt seine Gegner auch über den Tod hinaus 27.02.2026

Der russische Finanzüberwachungsdienst Rosfinmonitoring führt weiterhin über 100 Verstorbene, darunter den Kremlkritiker Alexej Nawalny, auf seiner offiziellen Terror- und Extremistenliste. Nawalny, der am 16. Februar 2024 in einer Strafkolonie starb, wird trotz wiederholter Forderungen seiner Angehörigen und Menschenrechtler, die dies als bürokratische Willkür und symbolische staatliche Repression bezeichnen, nicht gestrichen. Die Behörde begründet dies im Fall Nawalny mit einem formal nicht abgeschlossenen Strafverfahren. Die Liste umfasst auch etwa 100 weitere Verstorbene, deren Entfernung aufgrund bürokratischer Verzögerungen und notwendiger Nachweise Monate dauern kann. Beobachter sehen darin eine mögliche Verlängerung staatlicher Repression über den Tod hinaus und eine politische Nutzung des Registers, was international Empörung auslösen dürfte, insbesondere da Nawalny der bekannteste Kritiker des Kremls war.














