Rückkehr nach Syrien: Warum Ansage von Friedrich Merz kaum umsetzbar ist 31.03.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, dass 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer innerhalb der nächsten drei Jahre in ihre Heimat zurückkehren sollen, eine Aussage, die auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin getroffen wurde. Diese Zielvorgabe, die rund 750.000 Menschen betrifft, stößt auf Skepsis hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit, da die Sicherheitslage in Syrien trotz des Sturzes von Baschar al-Assad als volatil gilt und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) von einer "sehr volatilen" Situation spricht. Aktuell sind nur etwa 1.000 Syrer ausreisepflichtig und nicht geduldet, während Hunderttausende Syrer in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind und eine wichtige Rolle in Sektoren wie dem Gesundheitswesen spielen. Experten wie Jochen Oltmer und Daniel Thym bezeichnen Merz' Ziel als "unrealistisch" und eine "politische Illusion", da die Integration und die unsichere Lage in Syrien gegen eine Massenrückkehr sprechen.














