Referendum in Italien Melonis gescheiterte Justizreform und die Folgen 24.03.2026

In Italien hat ein Referendum über eine geplante Justizreform von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zu einer deutlichen Niederlage für die Regierung geführt. Knapp 54 Prozent der Wähler stimmten gegen die Reform, die unter anderem eine strikte Trennung der Laufbahnen von Richtern und Staatsanwälten sowie Änderungen bei der Selbstverwaltung der Justiz vorsah. Die Opposition, angeführt von Elly Schlein und Giuseppe Conte, sieht die Ablehnung als Wunsch nach einem Neuanfang und einer bürgernäheren Politik. Experten wie Andrea de Petris und Nicola Lupo deuten das Ergebnis als klares Signal gegen eine mögliche autoritäre Wende und als Abstrafung der Regierung, die eng mit Meloni verbunden wurde. Trotz der Niederlage wird ein Rücktritt Melonis ausgeschlossen, jedoch könnten Spannungen innerhalb der Regierungskoalition und Verzögerungen bei weiteren geplanten Reformen, wie der Direktwahl des Ministerpräsidenten, die Folge sein.













