Reformen im Gesundheitssystem Mit 66 Sparvorschlägen fängt die Arbeit an 31.03.2026

Eine unabhängige Expertenkommission hat der Bundesregierung 66 Sparvorschläge für das Gesundheitswesen vorgelegt, um ein drohendes Milliardenloch bei den gesetzlichen Krankenkassen abzuwenden und steigende Beiträge zu verhindern. Die Vorschläge, die auf rund 480 Seiten detailliert sind, umfassen unter anderem höhere Medikamentenzuzahlungen, das Ende der beitragsfreien Ehegattenmitversicherung und höhere Steuern auf Tabak und Alkohol. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken bezeichnete die Empfehlungen als "guten Werkzeugkasten", betonte jedoch, dass sie sorgfältig geprüft werden müssten, um die Versorgungsqualität zu erhalten und ineffiziente Strukturen abzubauen. Während die gesetzlichen Krankenkassen die Vorschläge positiv bewerten und stabile Beiträge für 2025 in Aussicht stellen, warnen Ärzteverbände vor Leistungskürzungen und Verbraucherzentralen sowie Gewerkschaften kritisieren insbesondere höhere Zuzahlungen und die Abschaffung der Ehegattenmitversicherung. Die Ministerin strebt an, dass erste Maßnahmen bereits im kommenden Jahr greifen und bis zum Sommer ein Gesetzentwurf vorliegen soll.














