Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche plant eine umstrittene Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), um die Kosten der Energiewende zu senken und den Netzausbau besser mit dem Ausbau erneuerbarer Energien zu verzahnen. Kernpunkte sind die Abschaffung der garantierten Einspeisevergütung für neue Anlagen, die verpflichtende Eigenvermarktung des Stroms und die Möglichkeit für Netzbetreiber, den Anschluss von Erneuerbare-Energien-Anlagen zu steuern. Betreiber sollen unter bestimmten Bedingungen keine Entschädigung mehr für Abschaltungen erhalten und sich an den Netzausbaukosten beteiligen. Reiche hält am Ziel fest, bis 2030 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu decken, erwartet aber durch die Reform Kostensenkungen von über 20 Prozent. Die Pläne stoßen auf Widerstand bei Grünen, Teilen der Energiebranche und der SPD.