„Remigration“ – ein Gespenst geht um in Europa 16.06.2026

Der Begriff „Remigration“ hat in Europa, insbesondere in Österreich, eine kontroverse öffentliche Debatte ausgelöst. Während die FPÖ das Wort als „Paradigmenwechsel“ in der Migrationspolitik definiert und die Rückführung illegal Eingereisterter sowie Krimineller fordert, warnen Politiker wie Doris Bures (SPÖ) und Innenminister Gerhard Karner vor einer demokratiefeindlichen, rechtsextremen Konnotation. Die Identitäre Bewegung unter Martin Sellner treibt eine radikalere Agenda voran, die eine groß angelegte Ausreise von Millionen nicht integrierbarer Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten über Jahrzehnte vorsieht. Der Begriff wird zudem von der AfD und US-Republikanern genutzt. Soziologisch betrachtet wurde der Begriff ursprünglich zur Beschreibung der Rückkehr von Exilanten nach 1945 verwendet, wurde jedoch von rechtsaußen gekapert, um Massendeportationen oder eine verschärfte Zuwanderungspolitik rhetorisch zu legitimieren.














