"Die Heimat holt uns ein"Geflüchtete Russen sind in Kasachstan nicht mehr sicherRusslands südlicher Nachbar Kasachstan war bislang für viele russische Kriegsgegner und Deserteure 22.03.2026

Kasachstan, einst ein sicherer Hafen für russische Kriegsgegner und Deserteure nach der Teilmobilmachung im September 2022, sieht sich nun einem wachsenden Druck aus Moskau ausgesetzt, der die Sicherheit der Geflüchteten bedroht. Seit Anfang 2026 häufen sich Fälle von schnellen Ausweisungen und Auslieferungen, oft unter fadenscheinigen Vorwänden wie Falschparken oder gefälschten Aufenthaltserlaubnissen, wobei der kasachische Inlandsgeheimdienst (KNB) zunehmend involviert ist. Prominente Fälle wie der des IT-Spezialisten Alexander Kachkurkin, der wegen angeblichen Hochverrats nach Russland geflogen und dort verhaftet wurde, und der Bürgerrechtlerin Yulia Emelyanova, die wegen eines vorgeschobenen Diebstahlvorwurfs ausgeliefert werden soll, deuten auf eine informelle Koordination mit russischen Behörden hin. Auch der ehemalige russische Offizier Yevgeny Korobov, dessen Asylantrag abgelehnt wurde, gilt als akut gefährdet. Menschenrechtsorganisationen warnen vor Massenabschiebungen, während das kasachische Außenministerium von Einzelfällen spricht und die Beziehungen zu Russland stabil halten möchte, was zu wachsender Panik in der russischen Emigrantengemeinde führt.














