Ärzte ohne Grenzen: „Sexuelle Gewalt prägt Krieg in Sudan“ 31.03.2026

Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ (MSF) hat einen Bericht über sexuelle Gewalt im seit vier Jahren andauernden Krieg im Sudan veröffentlicht, die als „prägendes und allgegenwärtiges Merkmal des Konflikts“ bezeichnet wird. Zwischen Januar 2024 und November 2025 wurden in von MSF unterstützten Einrichtungen in Nord- und Süd-Darfur fast 3400 Überlebende sexueller Gewalt behandelt, wobei dies nur einen Bruchteil der tatsächlichen Fälle darstellt. Ein Fünftel der Opfer sind minderjährige Mädchen, und auch Männer und Jungen sind betroffen. Die Gewalt, die von der Regierungsarmee (SAF) und der paramilitärischen Miliz (RSF) ausgeht, findet nicht nur in Darfur statt, sondern auch in anderen Regionen, und wird als Kriegswaffe eingesetzt, insbesondere gegen nicht-arabische Bevölkerungsgruppen. Die Einnahme von Al-Faschir im Oktober war von extremer Brutalität begleitet, und auch auf der Flucht kam es zu zahlreichen Übergriffen.














