Die stark zunehmende Zahl von Raketenstarts, primär für den Aufbau von Satellitenkonstellationen wie Starlink, wird von Forschern als unreguliertes Geoengineering-Experiment mit potenziell schwerwiegenden Umweltauswirkungen eingestuft. Allein der Aufbau dieser "Megakonstellationen" ist laut einer internationalen Forschungsgruppe für über ein Drittel der Klimabelastung durch Raumfahrt verantwortlich, ein Anteil, der bis 2029 auf mindestens 42 Prozent steigen soll. Dies liegt an Rußpartikeln, die durch Kerosin-basierte Raketentreibstoffe in oberen Atmosphärenschichten freigesetzt werden, wo sie über Jahre verbleiben und eine bis zu 540-mal stärkere Klimawirkung als bodennaher Ruß entfalten. Bis 2029 könnten die durch Raumfahrt emittierten Rußmengen mit denen aller Passagierfahrzeuge Großbritanniens vergleichbar sein.