Am 22. Juni 1476 besiegten die Eidgenossen bei Murten das burgundische Heer Karls des Kühnen. Diese zweite Schlappe für den Fürsten prägte das kollektive Gedächtnis und symbolisierte den Aufstieg der Infanterie. Als greifbares Erbe steht an der mutmasslichen Schlachtstelle seit 1823 ein Obelisk, der ein eindrucksvolleres Denkmal ersetzte: ein Beinhaus mit den Überresten tausender Burgunder. Dieses Beinhaus war einst eine Station der Grand Tour, besucht von Goethe, Casanova und Napoleon, bevor es 1798 von französischen Revolutionstruppen zerstört wurde.