Schlafmittel-Sucht: Warum Ältere besonders bei Medikamenten gefährdet sind 20.04.2026

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) berichtet in ihrem neuen "Jahrbuch Sucht", dass zwischen 1,5 und 1,9 Millionen Menschen in Deutschland von Medikamenten abhängig sind, wobei Benzodiazepine und Z-Substanzen die Hauptverursacher darstellen. Insbesondere ältere Menschen sind gefährdet, da diese Medikamente kognitive Funktionen verlangsamen und das Risiko für Demenz und Stürze erhöhen können. Auch der zunehmende Gebrauch von Opioiden, selbst bei nicht tumorbedingten Schmerzen, birgt Abhängigkeitsrisiken und kann die Schmerzempfindlichkeit steigern. Die DHS fordert Ärzte auf, bei der Verschreibung von Suchtmitteln die Suchtgeschichte von Patienten abzuklären, über Risiken aufzuklären und die Therapie von Anfang an kurz zu halten. Weiterhin warnt die DHS vor dem hohen Alkoholkonsum in Deutschland, der zu erheblichen gesundheitlichen Folgen und Krankenhausaufenthalten führt, und fordert staatliche Maßnahmen zur Einschränkung der Verfügbarkeit und höhere Steuern auf alkoholische Getränke.














