Schlaganfallrisiko nach Infekt bei unter 50-Jährigen erhöht 24.04.2026

Eine neue Studie, veröffentlicht im Fachmagazin "Stroke", legt nahe, dass Infektionen das Schlaganfallrisiko bei Erwachsenen unter 50 Jahren kurzfristig signifikant erhöhen können. Forscher untersuchten 537 Patienten, die einen kryptogenen ischämischen Schlaganfall erlitten hatten, und verglichen sie mit gesunden Personen. Dabei wurde festgestellt, dass Infektionen in der Woche vor dem Schlaganfall das Risiko um das 2,6-fache erhöhten, selbst nach Berücksichtigung anderer Risikofaktoren. Erhöhte Blutwerte für den Von-Willebrand-Faktor, Faktor VIII und CRP-Wert deuten auf eine thrombo-inflammatorische Reaktion hin, bei der Gerinnungs- und Immunsystem zusammenwirken und die Blutgefäße verstopfen können. Diese Effekte waren besonders bei nicht-respiratorischen Infektionen wie Harnwegs- oder Magen-Darm-Infektionen ausgeprägt und normalisierten sich drei Monate nach dem Schlaganfall, was auf einen kurzfristigen Auslöser hindeutet.















