Schuss könnte nach hinten losgehen: Europa braucht mehr strategische Industriepolitik, aber kein „Made in Europa“ 12.02.2026

Die europäische Wirtschaft steht angesichts veränderter globaler Handelsbedingungen, wie Chinas Rationierung von Seltenen Erden und US-Strafzöllen, unter Druck, was die Notwendigkeit einer strategischen Industriepolitik unterstreicht. Ein EU-Wettbewerbsgipfel in Belgien am 12. Februar 2026 diskutierte Maßnahmen zur Stärkung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit und Resilienz. Während der Fokus bisher auf Freihandelsabkommen lag, wird nun die Erhöhung der Eigenproduktion und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Bürokratieabbau und harmonisierte Regulierungen diskutiert. Die EU-Kommission schlug eine "Made in Europe"-Strategie mit Local-Content-Requirements vor, die jedoch kritisiert wird, da sie den Wettbewerb reduzieren und die Industrie ins Hintertreffen geraten lassen könnte. Stattdessen wird ein gezielter Aufbau europäischer Kompetenzen und Produktionskapazitäten in strategisch wichtigen Wertschöpfungsketten, wie durch das Instrument "Important Project of Common European Interest" (IPCEI), als zielführender erachtet.













