Nach Razzien - "Sofort gekündigt"– Schwarzarbeit bei Aufträgen in Wien 02.07.2026

Am Mittwoch, dem 1. Juli, führte die Finanzpolizei 21 Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich durch, die sich auf ein Unternehmen konzentrierten, das mutmaßlich seit 2017 systematisch nicht angemeldete Arbeitskräfte für Schneeräumungsarbeiten einsetzte. Zu den Hauptkunden sollen stadtnahe Betriebe gehört haben. Ermittlungen deuten auf ein Netzwerk aus Scheinunternehmen und Strohmännern hin, die dazu dienten, Aufträge vorzutäuschen, Betriebsausgaben zu manipulieren und Sozialversicherungsbeiträge sowie Lohnabgaben zu hinterziehen, um so die Bezahlung illegaler Arbeitskräfte zu ermöglichen. Bei den Durchsuchungen, an denen 115 Beamte beteiligt waren, wurden Geschäftsunterlagen, elektronische Geräte, erhebliche Geldbeträge, Drogen und Waffen beschlagnahmt. Die Stadt Wien kündigte eine Überprüfung laufender Vergaben an, betonte jedoch, dass strenge Regeln und Eignungsprüfungen, einschließlich der Identifizierung von Scheinfirmen, bereits existieren und bei Bestätigung einer solchen die sofortige Kündigung von Verträgen erfolgen würde.















